Körpertemperatur

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  • Als Körpertemperatur wird meistens die Körperkerntemperatur bezeichnet.

    1 Definition

    Als Körpertemperatur wird meistens die Körperkerntemperatur bezeichnet.

    Wärmebildung

    Die Körperwärme entsteht durch Stoffwechselvorgänge und Muskelarbeit.

    Wärmeabgabe

    Die Wärmeabgabe erfolgt zu 90% über die Haut.

    2 Wärme Regulierung

    Die Steuerung des Ist- und Sollwert der Körpertemperatur erfolgt im Hypothalamus, welcher sich im Kleinhirn befindet. Dabei geben die Thermorezeptoren der Haut und der Organe über das ZNS die Information des Ist Wertes an den Hypothalamus weiter.

    2.1 Soll- Wert

    Ist ein fester eingestellter Wert im Hypothalamus.

    2.2 Ist- Wert

    Ist die aktuelle Temperatur im Körper.

    2.3 Beeinflussungsfaktoren

    • Die Außentemperatur
    • Hormone
    • Stress
    • Schlaf
    • Alter des Menschen

    2.4 Wärmeabgabe und Wärmebildung

    Wärmeabgabe erfolgt durch: Wärmebildung erfolgt durch:
    - Verdunsten von Hautfeuchtigkeit (Schwitzen erzeugt Verdunstungskälte)

    - Wärmebestrahlung (Radiation)

    - Wärmeströmung (Konvektion)

    - Wärmeleitung (Konduktion)

    - Vasodilatation (Gefäßweitstellung)

    - Muskelkontraktion (Muskelzittern)

    - Vasokonstriktion (Gefäßverengung)


    2.5 Kerntemperatur

    • Temperatur im Körperinnern, z.B. Herz, Nieren, ZNS
    • beträgt ca. 37°C
    • schwankt physiologisch in engen Grenzen

    2.6 Schalentemperatur

    • Temperatur an der Haut und den Gliedmaßen
    • In der Regel niedriger als die Kerntemperatur und liegt je nach Region zwischen 28°C und 33°C
    • Wird von der Durchblutung und der Außentemperatur beeinflusst und schwankt daher stärker als die Kerntemperatur

    2.7 Normalwerte

    • bei rektaler Messung zwischen 36,4°C und 37,4°C
    • Über 38°C spricht man von Fieber

    2.8 :!:Bei einer Temperatur ab 42°C beginnt die Eiweißgerinnung im Menschlichen Körper und ist Lebensbedrohlich:!:

    2.9 Messung der Körpertemperatur

    2.10 :!:Exakte Temperaturwerte sind wichtig:!:

    • Zur Beurteilung eines Krankheitsverlaufes
    • Zur Wirksamkeitskontrolle von Medikamenten bspw. Antibiotika
    • Zur Überwachung der Wundheilung

    3 Messmethoden

    3.1 Sublingual (unter der Zunge)

    3.2 Durchführung

    1. Thermometer unter die Zunge legen
    2. Lippen müssen während der gesamten Messzeit geschlossen bleiben

    3.3 Messdauer

    • Digitalthermometer: 30 - 60 Sekunden, Akustisches Signal kündigt Ende der Messung an
    • Quecksilberthermometer: 5 - 6 Minuten, wird nur noch sehr selten verwendet

    3.4 Höhe der Messwerte

    [hl=2][/hl]

    • Wert dieser Messung liegt 0,3°C höher als Axillar gemessener Wert.

    3.5 Vorteile- und Nachteile

    3.5.1 Vorteile

    • Schnelle und einfache Temperaturkontrolle

    3.5.2 Nachteile

    • Nicht anwendbar bei Unruhigen und, oder verwirrten, da sie das Thermometer zerbeißen könnten, bei Atemnot oder Hustenreiz, da dabei die Lippen nicht geschlossen gehalten werden kann, bei Munderkrankungen und Fascialisparese (Gesichtsnervlähmung)

    3.6 Fehlerquellen

    • Atmung mit offenem Mund
    • Entzündung in Mundhöhle
    • Heiße oder kalte Getränke direkt vor der Messung, können das Ergebnis verfälschen
    • Zu kurze Messdauer

    3.7 Oral (im Mund)

    3.8 Durchführung

    1. Thermometer in den Mund legen
    2. Lippen müssen während der gesamten Messzeit geschlossen bleiben

    3.9 Messdauer

    • Digitalthermometer: 30 - 60 Sekunden, Akustisches Signal kündigt Ende der Messung an
    • Quecksilberthermometer: 5 - 6 Minuten, wird nur noch sehr selten verwendet

    3.10 Höhe der Messwerte

    [hl=2][/hl]

    • Wert dieser Messung liegt 0,5°C höher als Axillar gemessener Wert.

    3.11 Vorteile- und Nachteile

    3.11.1 Vorteile

    • Schnelle und einfache Temperaturkontrolle

    3.11.2 Nachteile

    • Nicht anwendbar bei Unruhigen und, oder verwirrten, da sie das Thermometer zerbeißen könnten, bei Atemnot oder Hustenreiz, da dabei die Lippen nicht geschlossen gehalten werden kann, bei Munderkrankungen und Fascialisparese (Gesichtsnervlähmung)

    3.12 Fehlerquellen

    • Atmung mit offenem Mund
    • Entzündung in Mundhöhle
    • Heiße oder kalte Getränke direkt vor der Messung, können das Ergebnis verfälschen
    • Zu kurze Messdauer

    3.13 Axillar (In der Achselhöhle)

    3.14 Durchführung

    1. Thermometer in trockene Achselhöhle legen (Thermometer muss ganz von Haut umschlossen sein)
    2. Oberarm liegt seitlich am Körper an, Unterarm ruht auf dem Brustkorb

    3.15 Messdauer

    • Digitalthermometer: 30 - 60 Sekunden, Akustisches Signal kündigt Ende der Messung an
    • Quecksilberthermometer: 8 - 10 Minuten, wird nur noch sehr selten verwendet

    3.16 Höhe der Messwerte

    • Wert dieser Messung liegt 0,5°C unter dem rektal gemessenen Wert.

    3.17 Vorteile- und Nachteile

    3.17.1 Vorteile

    • Ist angenehm
    • Ist hygienisch

    3.17.2 Nachteile

    • Lange Messzeit
    • Ungenaue Werte

    3.18 Fehlerquellen

    • Nicht getrocknete Achselhöhlen
    • Kleidungsstücke zwischen Thermometer und Haut
    • Zu kurze Messung
    • Verrutschen der Thermometerspitze
    • Der Patient sollte Kooperativ sein und die Messdauer einhalten
    • Bei starkem Achselschweiß (Verdunstungskälte)


    3.19 Rektal (Kerntemperatur) (im Mastdarm) (Rek.)

    3.20 Durchführung

    1. Thermometer in Schutzhülle stecken
    2. Thermometerspitze anfeuchten (für die Gleitfähigkeit)
    3. Patient muss sich in Bauch- oder Seitenlage begeben
    4. Thermometer wird unter leichtem drehen 2 - 3cm in den After eingeführt

    3.21 Messdauer

    • Digitalthermometer: 30 - 60 Sekunden, Akustisches Signal kündigt Ende der Messung an
    • Quecksilberthermometer: 2 - 4 Minuten, wird nur noch sehr selten verwendet

    Höhe der Messwerte

    • 0,5°C höher als Axillar

    3.22 Vor- und Nachteile

    3.22.1 Vorteile

    • Kurze Messdauer
    • Sichere Ergebnisse
    • Frühzeitige Erfassung von Entzündungen im Unterbauch

    3.22.2 Nachteile

    • Unangenehme Messung
    • Verletzungsgefahr
    • Gefahr der Keimverschleppung von Darmbakterien
    • Hohe Blutungsneigung bspw. nach Operationen des Enddarms
    • Bei unruhigen Patienten muss die messende Person anwesend bleiben und das Thermometer festhalten
    • Nicht anwendbar bei Hämorrhoiden und bei frischen Operationen im Enddarm

    3.23 Fehlerquellen

    • Zäpfchen Rückstände
    • Zu kurze Messdauer

    Tympanal (Am äußeren Gehörgang)

    3.24 Durchführung

    1. Ohrmuschel schräg nach oben ziehen
    2. Messgerät sanft in den Gehörgang einführen und Aktivieren

    3.25 Messdauer

    • 1 - 2 Sekunden

    3.26 Höhe der Messwerte

    • 0,5°C höher als Axillar

    3.27 Vor- und Nachteile

    3.27.1 Vorteile

    • Kurze Dauer
    • Genauer Wert
    • Messdatenspeicher

    3.27.2 Nachteil

    • Spezieller Thermometer

    3.27.3 Fehlerquellen

    • Ohr nicht vorher hoch bzw. runter gezogen
    • Zu viel Cerumen im Gehörgang
    • Wertverfälschung, wenn Patient vor dem messen auf dem Ohr lag
    • Ohr ist entzündet

    3.28 Inguinal (in der Leistenbeuge)

    3.29 Durchführung 

    1. Thermometer in trockene Leistenbeuge legen (Thermometer muss ganz von Haut umschlossen sein)

    3.30 Messdauer

    • Digitalthermometer: 30 - 60 Sekunden, Akustisches Signal kündigt Ende der Messung an
    • Quecksilberthermometer: 8 - 10 Minuten, wird nur noch sehr selten verwendet Höhe der Messwerte Wert dieser Messung liegt 0,5°C unter dem rektal gemessenen Wert.

    3.31 Vorteile- und Nachteile

    3.31.1 Vorteile

    • Ist angenehm
    • Ist hygienisch

    3.31.2 Nachteile

    • Lange Messzeit
    • Ungenaue Werte

    3.32 Fehlerquellen

    • Nicht getrocknete Leistenbeuge
    • Kleidungsstücke zwischen Thermometer und Haut
    • Zu kurze Messung
    • Verrutschen der Thermometerspitze
    • Der Patient sollte Kooperativ sein und die Messdauer einhalten
    • Bei starkem Leistenschweiß (Verdunstungskälte)

    3.33 :!:Wichtig:!:

    • Alle Thermometer werden mit einer Schutzhülle versehn und nach Gebrauch Desinfiziert

    3.34 Häufigkeit der Temperaturkontrolle

    • Nach ärztlicher Anordnung
    • Bei einer rektalen Temperatur über 37°C in regelmäßigen Abständen
    • Bei Infektionskrankheiten / währen einer Antibiotika Therapie in Regelmäßigen Abständen

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